Pillersee

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Denkmäler im Pillersee-Tal


Ebenfalls können bei Wanderungen im Pillersee Tal verschiedene Denkmäler und Bauwerke entdeckt werden. Bekannt ist vor allen Dingen der Brunnen am Kirchhügel in Fieberbrunn, aus dem die Fürstin Margarete von Tirol im Jahr 1354 das heilkräftige Wasser trank und damit ihr Fieber senken konnte. Seit dieser Zeit ist der Brunnen als Fieberbrunnen weit über die Grenzen des Pillersee-Tals hinaus bekannt. Daraufhin wurde auch der Ortsname umbenannt und aus dem einstigen Ort Pramau wurde Fieberbrunn.

In Waidring befindet sich am Dorfplatz das Denkmal Johann Jakob Stainer, der der Anführer der Freiheitskämpfer des Ortes von 1797 bis 1809 war. Stainer und seinen Weggefährten zu Ehren wurde das Denkmal errichtet und soll an jene Zeit erinnern.

Am Pass Strub befindet sich eine alte Ruine, die die vielfältige Geschichte des Tals widerspiegelt. Der Pass befindet sich an der Grenze der Bundesländer Tirol und Salzburg in Österreich und liegt über 675 Meter hoch. Hier befindet sich auch eine wichtige Verbindungsstraße, die den Ort Waidring, die Lofer und die Loferer Straße verbindet. Dabei folgt die Straße dem Loferbach und dem Strubtal. Über diesen Pass führte in längst vergangenen Zeiten auch ein Jakobsweg. Schon mehrmals war der Pass heiß umkämpft und besonders Anfang des 19. Jahrhunderts, während der napoleonischen Kriege und genauso während des Volksaufstandes in Tirol unter Andreas Hofer, kam es immer wieder zu Kämpfen um den Pass.

An den Besuch von Wolfgang Amadeus Mozart erinnert eine Büste in Waidring, die sich am Eingang des Gasthofes Post befindet. Leopold Mozart reiste mit seinem Sohn Wolfgang Amadeus Mozart am 13. August im Jahr 1771 nach Waidring und kehrte in den Gasthof Post ein. Hier hielten die beiden eine kurze Zwischenstation während ihrer Konzertreise nach Verona, um sich im Gasthof mit Speis und Trank zu stärken. Leopold Mozart schrieb in einem späteren Brief an seine Gemahlin, dass das St. Johannes Bier und die Suppe gar nicht so schlecht schmeckten. Nachdem sich Vater und Sohn gestärkt hatten ging ihre Reise mit der Kutsche weiter.

Historische Bauwerke in der Marktgemeinde um den Pillersee


In der Pfarrkirche St. Ulrich am Pillersee, die aus dem 15. Jahrhundert stammt, werden noch heute katholische Sonn- und Feiertagsgottesdienste gehalten. Im Mittelalter war der Patron der Kirche der Heilige Ulrich und einer der meist verehrten Heiligen überhaupt, er war der Bischof von Augsburg.

Bekannt ist in St. Ulrich am Pillersee auch die Wallfahrtskirche St. Adolari, die sich am nördlichen Ende des Pillersees befindet. Sie ist die zweitälteste Kirche von Tirol, die im gotischen Stil erbaut wurde und steht auf einem vorspringenden Hügel. Erstmalig wurde eine Kapelle zum St. Adelger im Jahr 1401 erwähnt und ein urkundlicher Nachweis stammt aus dem Jahr 1407. Etwa 1440 entstanden die spätgotischen Gewölbe- und Wandmalereien, die den Heiligen Adolari als Viehpatron darstellen, wie er gerade der Herde und der Landschaft seinen Segen gibt.

Ebenso finden in der Pfarrkirche Maria Schnee in Hochfilzen, die im Jahr 1682 als Kapelle erbaut und später weiter ausgebaut wurde, noch heute Gottesdienste statt. Im August 1746 wurde die neue Kirche eingeweiht und wurde zur Pfarrkirche am 1. Juli 1891 ernannt. Die neuen Kirchenglocken wurden im Jahr 1922 konsekriert und sieben Jahre später wurde das Innere der Kirche neu ausgemalt. Auch am Friedhof und der Mauer entlang wurden Verbesserungsarbeiten in den Jahren 1934 und 1937 durchgeführt.

In Fieberbrunn befindet sich fast mitten im Ort am Fuße des Kirchhügels die Johanneskapelle. Sie ist mit ihrer künstlerischen Ausstattung und der architektonischen Gliederung eine der bedeutendsten Kapellen von Tirol aus der Rokoko-Zeit. Bei Restaurierungsarbeiten im vergangenen Jahrhundert wurden leider viele Teile von der ursprünglichen Einrichtung entfernt. Allerdings ist das einstige Altarblatt noch erhalten geblieben, auf dem die Engel den heiligen Johannes von Nepomuk umgeben.

Ebenfalls wurde in Fieberbrunn im Jahr 1214 vom Stift Rott eine Kapelle auf dem heutigen Kirchhügel erbaut. Die ersten Erweiterungen der Kapelle wurden 1445 vorgenommen. Die Heiligen Felician und Primus sind die Kirchenpatrone. In der heutigen Pfarrkirche sind die neu renovierte Kirchenorgel und der schöne Hochaltar die Glanzstücke.

Sehenswert ist auch die Pfarrkirche zum Heiligen Jakob dem Älteren. Es wird vermutet, dass die Pfarrkirche im Jahr 1273 erbaut wurde, allerdings wurde sie in einer Urkunde erstmalig im Jahr 1303 erwähnt. Der heilige Apostel Jakobus der Ältere ist der Kirchenpatron. Bis in das 17. Jahrhundert dauerte der Bau der gotischen Kirche an. Im Jahr 1689 wurde die Kirche durch eine Lawine zerstört, es waren nur noch die Grundmauern vorhanden, auf denen sie wieder aufgebaut wurde. Noch im selben Jahr wurde die Kirche geweiht, dabei war auch der Bischof vom Chiemsee mit anwesend. Die Fertigstellung erfolgte dann im Jahr 1699. Im Kircheninneren können einzigartige Figuren bestaunt werden, die noch aus der Erbauungszeit stammen, für die Georg Faistenberger verantwortlich sein soll. So ist von Ignaz Faistenberger ein Ölbild zu sehen, das die Auferstehung Christi darstellt und das Deckengemälde wird Johann Endfelder zugeschrieben.

Auch die Pfarrkirche zum Heiligen Vitus und Nikolaus kann auf eine bewegte Geschichte über viele Jahrhunderte zurückblicken. Es wird vermutet, dass die erste so genannte Eigenkirche von dem Geschlecht der Waitharinger errichtet wurde und mit allen nötigen Utensilien ausgerichtet wurde. In ihrem Ursprung soll die kleine Kirche eine kleine Kapelle aus Holz gewesen sein, die später dann durch eine gemauerte ersetzt wurde. Bereits im neunten Jahrhundert soll die Kirche erbaut worden sein, was auch die charakteristische Lage selbiger direkt an der Geländestufe widerspiegelt und ebenso das Patrozinium des heiligen Vitus, welches keinesfalls die 14 Nothelfer aus dem 14. Jahrhundert verehren soll. In den 1990er Jahren fanden Grabungen in der Kirche statt, bei denen ein Querfundament aus dem zwölften Jahrhundert und auch Bestattungen aus dem achten Jahrhundert entdeckt worden. Das Kircheninnere ist im spätbarocken Stil gestaltet und das einschiffige Langhaus ist mit seinem imposanten Westpfeiler in drei Joche gegliedert. Besonders sehenswert sind die Deckenfresken, wobei im ersten Rundbild der heilige Vitus im Ölkessel zu sehen ist und über ihn eine Gruppe aus Engeln die Siegerkrone reicht. Auf dem zweiten Rundbild ist der heilige Nikolaus zu sehen, welcher der zweite Kirchenpatron ist.